Der hessische Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Rheingau-Taunus / Limburg begrüßt das von der Bundesverteidigungsministerin vorgestellte Konzept „Dein Jahr für Deutschland“, das die Attraktivität eines Engagements in der Bundeswehr für junge Menschen steigern soll.

Unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“ wird es ab nächstem Jahr ein Ergänzungsangebot zum bestehenden Freiwilligen Wehrdienst geben. Anfang Juli hatte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer die Pläne erstmals öffentlich gemacht. Jugendliche und junge Erwachsene, die sich für den Dienst entscheiden, sollen demnach eine siebenmonatige militärische Grundausbildung erhalten und in der Folge fünf Monate lang heimatnah Dienst als Reservisten leisten. Bereits 2021 sollen die ersten Freiwilligen starten.

„Ich habe selbst zwei Jahre in Lorch gedient und weiß daher, welch wertvolle und persönlichkeitsbildende Erfahrung ein Dienst bei der Bundeswehr für junge Menschen sein kann. Ich begrüße es ausdrücklich, dass jungen Erwachsenen die Möglichkeit gegeben wird, unserer Gesellschaft etwas zurückzugeben“, so der Bundestagsabgeordnete Willsch.

Die Bezeichnung „Dein Jahr für Deutschland" unterstreicht den gesellschaftspolitischen Charakter dieses insgesamt einjährigen militärischen Dienstes. Hiervon geht das Signal aus, dass nicht nur in verschiedensten sozialen und gesellschaftlichen Bereichen das Eintreten für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung möglich ist. Geschaffen wird ein Angebot vor dem Einstieg in das Berufsleben, vor dem Beginn von Studium und Ausbildung oder einer gewählten beruflichen Auszeit, um hier einen zeitlich befristeten sinnvollen Dienst in den Streitkräften zu erbringen und dies im Anschluss in der Reserve weiter flexibel Dienst zu leisten, also sich in Übung zu halten.

Kernauftrag der Bundeswehr bleibt auch weiterhin die militärische Landes- und Bündnisverteidigung. Die mehr als 70-jährige Geschichte der Bundesrepublik hat jedoch gezeigt, dass die Bundeswehr auch gefordert ist bzw. kurzfristig gefordert werden kann, ihren Beitrag zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland bei Naturkatastrophen oder bei besonders schweren Unglücksfällen und Krisenlagen, wie beispielsweise im Rahmen der noch anhaltenden COVID-19-Pandemie und unter besonderen Voraussetzungen (katastrophalen Ausmaß) auch in Terrorlagen, zu leisten.

„Das neue Angebot ist weiterer Schritt der Bundeswehr, die angepassten Bedürfnisse der Lebensplanung junger Menschen zu berücksichtigen. Wir alle wissen, dass junge Menschen heute nach dem Abschluss ihrer schulischen Ausbildung eine Fülle von Möglichkeiten haben, ihren Platz in der Welt und in der Gesellschaft zu finden. Das explizite Angebot zu schaffen, sich für diese Gesellschaft einzubringen, trifft daher den Puls der Zeit und nutzt zugleich der Verortung unserer Truppe in der Mitte unserer Gesellschaft“, lobt Willsch und erläutert weiter: „Durch meine Übungen als Major der Reserve in der Sanitätstruppe weiß ich, wie dringend wir gerade dort Reservisten suchen, die im Bündnis- und Verteidigungsfall Heimatverwendungsposten in unserem Sanitätswesen auffüllen, wenn die aktive Truppe im Bündnisfall weiter Richtung Frontverlauf verlegt werden muss.“

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Klaus-Peter Willsch MdB

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