Fünf junge Menschen absolvieren derzeit im Sozialzentrum der AWO in Bruchköbel ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bzw. sind dort im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) im Einsatz. Drei von ihnen - Sophia Noua, Darleen Wittwer und Niclas Semmel - berichteten der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert sowie Bürgermeisterkandidat Daniel Weber, welche Erfahrungen sie dabei bislang gesammelt haben.
Während andere Jugendliche nach dem Schulabschluss vielleicht zu einer Weltreise aufbrechen, haben sich Sophia, Darleen und Niclas dazu entschieden, sich ein Jahr lang für ein Taschengeld sozial zu engagieren. Angeleitet von Mitarbeiterinnen wie Christina Claus, Ramune Navickyte und Kosovare Ademi helfen sie im Altersheim bei der Betreuung, verteilen Essen, spielen Bingo mit den Bewohnern oder unterstützen beim Gedächtnistraining. Manchmal geht es auch einfach nur darum, den Seniorinnen und Senioren Zeit und ein offenes Ohr zu schenken.
Für Einrichtungen wie das Sozialzentrum in Bruchköbel bietet das Programm die Möglichkeit, Nachwuchskräfte für eine Arbeit in der Altenpflege zu begeistern. „Ich freue mich, wenn junge Menschen bei uns hereinschnuppern und live miterleben können, wie schön unser Beruf – bei allen Herausforderungen – eigentlich ist“, betonte Betriebsleiterin Carmen Bube.
Mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr für „höhere Töchter“ vergangener Zeiten haben das FSJ und der BFD heute nicht mehr viel zu tun - gut ein Drittel der Freiwilligen sind junge Männer. Die weitaus größte Zahl der Freiwilligen hat das Abitur in der Tasche und nutzt den Freiwilligendienst zwischen Schule und Studium als persönliches und berufliches Orientierungsjahr. Dank der Bemühungen der Freiwilligendienste-Träger, die Dienste inklusiver auszurichten, nehmen aber auch immer mehr Menschen mit niedrigem Schulabschluss, mit geringen Deutschkenntnissen oder Menschen mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung die Chance, die ein Freiwilligendienst bietet, wahr. Damit steigen freilich auch die Anforderungen an die pädagogische Begleitung des Programms. An insgesamt 25 Bildungstagen verteilt auf zwölf Monate werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Workshops und Seminaren begleitet und geschult.

Im Gespräch mit Katja Leikert und Daniel Weber wurde auch über die Idee einer allgemeinen Dienstpflicht gesprochen und darüber, wie alternativ der Anreiz für ein freiwilliges soziales Jahr in der Pflege erhöht werden kann. Neu ist: Seit einigen Monaten kann der Freiwilligendienst für Menschen in besonderen Lebenslagen (z.B. zu pflegende Angehörige, mit körperlichen Einschränkungen, usw.) auch in Teilzeit abgeleistet werden, was den Kreis möglicher Interessierter zusätzlich erweitert. Darüber hinaus sei die Entscheidung der Landesregierung, die Nutzung des hessenweiten Schülertickets für 365 Euro im Jahr auch auf Freiwillige auszuweiten, ein Zeichen der Anerkennung, betonte Kirsten Georg, Abteilungsleiterin Freiwilligen-Dienste bei der AWO Hessen-Süd. Eine Regelung wie bei Bundeswehrangehörigen ab 2020 kostenfrei Bahn fahren zu können, wäre aus ihrer Sicht ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Katja Leikert und Daniel Weber zeigten sich vom Engagement der Freiwilligen beeindruckt: „Ich finde es toll, dass sich hessenweit rund 8000 junge Menschen in sozialen Einrichtungen wie z.B. Pflegeheimen, (integrativen) Kitas oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen ein Jahr lang in den Dienst an der Gesellschaft stellen. Das ist nicht selbstverständlich“, betonte Katja Leikert. Auch Daniel Weber sprach den jungen Frauen und Männern seinen Respekt aus: „Danke für Ihren wertvollen Einsatz!“

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Ansprechpartnerin

Dr. Katja Leikert MdB

Seit 2013 bin ich Mitglied des Deutschen Bundestages. In meiner ersten Legislaturperiode war ich Mitglied des Gesundheitsausschusses und Berichterstatterin für die Themen Organspende und Telematik. Nach dem erneuten Einzug in den Deutschen Bundestag als direkt gewählte Abgeordnete im Wahlkreis 180 (Hanau) im Jahr 2017 wurde ich zur stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt. In dieser Funktion bin ich federführend für die Themen Europa und Menschenrechte zuständig. Ich bin stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe sowie im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union.

1975 wurde ich in der Pfalz, in Neustadt an der Weinstraße geboren. Nach Stationen im Taunus und in Rheinhessen zog meine Familie 1988 nach Hanau-Großauheim. 1994 habe ich am katholischen Franziskaner Gymnasium in Großkrotzenburg mein Abitur gemacht. Nach dem Abitur habe ich ein Jahr lang als Assistenzlehrerin an der Duke of Yorks Royal Military School in Dover, Großbritannien gearbeitet. Anschließend nahm ich in Frankfurt am Main mein Studium des Diplom-Studiengangs Politikwissenschaft mit Volkswirtschaftslehre, Statistik und Anglistik auf. Während des Studiums habe ich ein Auslandssemester in Oslo, Norwegen absolviert.

Anschließend habe ich an der Technischen Universität als Dozentin im Bereich Internationale Politik gelehrt und hauptsächlich über US-Außen- und Sicherheitspolitik geforscht. 2006 habe ich promoviert. Mit der Geburt meiner ersten Tochter, Hanna, 2007 bin ich mit meinem Mann nach Bruchköbel gezogen. Mir ist es wichtig, meine Eltern und die ganze Familie in der Nähe zu haben. In Hanau kam 2010 unsere zweite Tochter, Luise, auf die Welt.


Mitgliedschaften und Ämter im Bundestag:

Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Zuständigkeitsbereich Europapolitik, Europa-Koordination, Parlamentarische Zusammenarbeit in Europa und Menschenrechte

Stellvertretendes Mitglied:

Auswärtiger Ausschuss
Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union
Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe

Weitere Funktionen und Ämter:

Stellv. Mitglied in der Interparlamentarischen Union

katja.leikert@bundestag.de