Frankfurt/Berlin 13. Dezember 2018: Wie heute von der Frankfurter Regierungskoalition mitgeteilt, wird die Stadt die Gründung eines konfessionellen Gymnasiums in privater Trägerschaft mit einem einmaligen Investitionskostenzuschuss von 16 Millionen Euro unterstützen. Träger der Bildungseinrichtung werden die gemeinnützigen Malteser Werke sein. Mit dem Namen wird die an der Liegenschaft beheimatete St. Raphael Gemeinde in Erinnerung gerufen. Zusammen mit der gleichnamigen Kindertagesstätte, die bereits am Industriehof besteht, und für die Zukunft geplanten weiteren Zweigen für Grund- und Realschüler soll eines Tages der "Campus Sankt Raphael" entstehen.

Hierzu die Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann (CDU): "Das sind wirklich gute Neuigkeiten für Frankfurt. Schon lange ist klar, dass die Schulversorgung in unserer Stadt auf absehbare Zeit nur mit Hilfe privat getragener Schulen quantitativ und qualitativ gesichert ist. Die Freie Christliche Schule, aber auch zahlreiche nichtkonfessionelle Schulen zeigen schon seit geraumer Zeit, wie wichtig diese Ergänzungen für eine vielfältige Schullandschaft für Frankfurt ist und welch gute Arbeit sie leisten." Wiesmann ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestags. Zuvor war die Familienpolitikerin Mitglied des Hessischen Landtags und gehörte dort dem Schulausschuss an.

Wiesmann unterstützt das Projekt seit Anbeginn. Gemeinsam mit Andreas Krebs, der die bürgerschaftliche Initiative zur Gründung einer Schule in katholischer Trägerschaft vor vier Jahren ins Leben rief, und dem kulturpolitischen Sprecher der CDU-Römerfraktion, Dr. Thomas Dürbeck, war sie Mitte November an das traditionsreiche Malteser Gymnasium Antoniuskolleg in Neunkirchen-Seelscheid (Nordrhein-Westfalen) gereist, um sich ein genaues Bild von einer durch die Malteser Werke getragenen Schule zu machen. "Schon seit etlichen Jahren setze ich mich für eine stärkere Einbeziehung christlicher Träger in die Frankfurter Schulentwicklungsplanung ein. Das Ziel christlicher Schulen ist nicht die Missionierung, sondern die Vermittlung des christlichen Menschenbilds und der darauf fußenden Werte für unser Zusammenleben: Würde des Menschen, Freiheit der Person, Verantwortung für sich und andere. Christliche Schulen stehen deshalb Kindern unabhängig vom Glaubensbekenntnis offen und verlangen lediglich ein bescheidenes Schulgeld, wie es übrigens auch das Grundgesetz verlangt. Mit ihrer werte- und gemeinwohlorientierten Pädagogik leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben in unserer Gesellschaft, der unserer Stadt jenseits der zusätzlichen Schulplätze guttun wird. Ich freue mich sehr, dass die Stadt dieses großartige Geschenk annimmt und mit einem erheblichen Investitionsbeitrag unterstützt. Ein besonderer Dank geht an den Stadtkämmerer und Kirchendezernenten Uwe Becker, der in die Überlegungen frühzeitig eingebunden war", so Wiesmann, die gegenwärtig den Vorsitz der Kinderkommission des Deutschen Bundestags innehat.

Mit Fertigstellung zum Schuljahr 2022/23 stehen Frankfurt etwas mehr als 800 zusätzliche Gymnasialplätze zur Verfügung. Ein Realschul- und ein Grundschulzweig sollen folgen. Neben der Stadt unterstützen das Bistum Limburg, die katholische Stadtkirche sowie die Freunde und Förderer der St. Raphael Schule das Projekt. Für weitere Kosten soll ein Darlehen für das insgesamt auf ein Volumen von 52 Millionen Euro geplante Projekt aufgenommen werden.

"Schulen in konfessioneller Trägerschaft sind für unsere Stadt kein Novum. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die katholische wie die evangelische Kirche ein integraler Bestandteil der Frankfurter Bildungslandschaft. An diese gute Tradition wollen wir anknüpfen", schließt Wiesmann.

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