Wer Kinder hat, und in Hanau und Umgebung lebt, sollte sich für Frühjahr 2019 ein dickes Kreuz im Kalender machen: Dann eröffnet das Brüder-Grimm-Mitmach-Museum in Schloss Philippsruhe. Bei einem Rundgang stellten Dr. Katharina Bechler, Direktorin der Städtischen Museen Hanau, und Martin Hoppe, Fachbereichsleiter Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert das Konzept vor.

Das Mitmach-Museum soll im sanierten Nordflügel von Schloss Philippsruhe entstehen und richtet sich vor allem an Kinder im Alter von vier bis elf Jahren. An verschiedenen Stationen können kleine und große Besucher die Jugend der Brüder Grimm nacherleben. Unter anderem warten Quiz- und Rätselspiele, eine (Vor-)leseecke und ein „Raum der Verwandlung“, in dem zeitgenössische Kostüme anprobiert werden dürfen, auf die Kinder. Außerdem kann der Nachwuchs seiner Kreativität freien Lauf lassen und sich selbst ein eigenes Märchen „zusammenstellen“.

Aber auch die Erwachsenen kommen nicht zu kurz: denn neben vielen wissenswerten Informationen zu den Märchen und den Grimms verdeutlicht ein Zeitstrahl die europäischen Verflechtungen der Literatur- und Kulturgeschichte. Im ersten Raum sind die Besucher eingeladen, das Hanau des ausgehenden 18. Jahrhunderts mit den Grimm‘schen Kinderaugen zu erleben und die Familie, die Arbeitsweise und die Weggefährten der Brüder Grimm kennenzulernen.

Rund 2 Millionen Euro investiert die Stadt – mit Hilfe des Main-Kinzig-Kreises, der Stiftung der Sparkasse sowie dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain – in das neue Angebot, das Besucher aus Nah und Fern anlocken soll. Für Kindergärten und Schulklassen stehen museumspädagogische Räume zur Verfügung, um das Gelernte zu vertiefen. In der Festspielzeit bietet sich darüber hinaus ein Theaterbesuch in unmittelbarer Nachbarschaft auf der Freilichtbühne im Schlosspark an.

Bei der Konzeption des Museums verzichten die Macher bewusst auf zu viel Technik und setzen lieber auf das eigene Erleben. Getreu dem Motto „hands on“ können die Kinder selbst aktiv werden und auf spielerische Art und Weise ihr Märchenwissen vertiefen. Anhand von Märchen soll bei den kleinen Besuchern das Interesse an Sprache und die Liebe zur Literatur geweckt werden – in einer multikulturellen und vielsprachigen Stadt wie Hanau ein wichtiges Anliegen, wie Museumsdirektorin Katharina Bechler betont.

Auch ansonsten hat man in Hanau große Pläne; Ausstellungen zur Hanauer Moderne und zur Hanauer Neustadt sind bereits in Planung. Hinzu kommen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten am Schloss selbst.

„Sie leisten hier wertvolle Arbeit, ich bin von Ihren Ideen sehr angetan“, zeigte sich Katja Leikert beeindruckt. Die Abgeordnete versprach, sich in Berlin für die Aufnahme von Schloss Philippsruhe in das Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes einzusetzen und regte die Einrichtung eines „Runden Tischs“ an, an dem überparteilich und Hand in Hand mit den Kollegen auf Landesebene für die Weiterentwicklung des Historischen Museums und die Instandhaltung des Schlosses gearbeitet werden soll. Leikert: „Es geht hier darum, gemeinsam für die Region etwas voranzubringen. Da darf die Farbe des Parteibuchs keine Rolle spielen.“

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Ihr Ansprechpartner

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Dr. Katja Leikert MdB

Seit 2013 bin ich Mitglied des Deutschen Bundestages. In meiner ersten Legislaturperiode war ich Mitglied des Gesundheitsausschusses und Berichterstatterin für die Themen Organspende und Telematik. Nach dem erneuten Einzug in den Deutschen Bundestag als direkt gewählte Abgeordnete im Wahlkreis 180 (Hanau) im Jahr 2017 wurde ich zur stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt. In dieser Funktion bin ich federführend für die Themen Europa und Menschenrechte zuständig. Ich bin stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe sowie im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union.

1975 wurde ich in der Pfalz, in Neustadt an der Weinstraße geboren. Nach Stationen im Taunus und in Rheinhessen zog meine Familie 1988 nach Hanau-Großauheim. 1994 habe ich am katholischen Franziskaner Gymnasium in Großkrotzenburg mein Abitur gemacht. Nach dem Abitur habe ich ein Jahr lang als Assistenzlehrerin an der Duke of Yorks Royal Military School in Dover, Großbritannien gearbeitet. Anschließend nahm ich in Frankfurt am Main mein Studium des Diplom-Studiengangs Politikwissenschaft mit Volkswirtschaftslehre, Statistik und Anglistik auf. Während des Studiums habe ich ein Auslandssemester in Oslo, Norwegen absolviert.

Anschließend habe ich an der Technischen Universität als Dozentin im Bereich Internationale Politik gelehrt und hauptsächlich über US-Außen- und Sicherheitspolitik geforscht. 2006 habe ich promoviert. Mit der Geburt meiner ersten Tochter, Hanna, 2007 bin ich mit meinem Mann nach Bruchköbel gezogen. Mir ist es wichtig, meine Eltern und die ganze Familie in der Nähe zu haben. In Hanau kam 2010 unsere zweite Tochter, Luise, auf die Welt.


Mitgliedschaften und Ämter im Bundestag:

Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Zuständigkeitsbereich Europapolitik, Europa-Koordination, Parlamentarische Zusammenarbeit in Europa und Menschenrechte

Stellvertretendes Mitglied:

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Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union
Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe

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Stellv. Mitglied in der Interparlamentarischen Union

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