Der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch (CDU) stattete jüngst dem neuen Bürgermeister der Gemeinde Schlangenbad, Marco Eyring (CDU), einen Antrittsbesuch ab. Es habe Tradition, dass Willsch sich mit neu gewählten Bürgermeistern treffe und Unterstützung bei kommunalen Angelegenheiten anbiete. „Die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern vor Ort hängt dabei eher vom persönlichen Draht zueinander ab, als von der Parteizugehörigkeit“, erklärt Willsch. Bei Willsch und Eyring kommt freilich beides zusammen: Sie kennen sich bereits viele Jahre durch die gemeinsame politische Arbeit. Das Verhältnis ist hervorragend.

„Natürlich ist ein Antrittsbesuch beim Bürgermeister von Schlangenbad immer etwas ganz besonderes. Schließlich ist Marco Eyring einer meiner Nachfolger, weshalb ich es sehr bedauert habe, dass ich wegen einer Auslandsdienstreise bei der Amtseinführung nicht dabei sein konnte. Meine Glück- und Segenswünsche wurden aber auch jetzt noch entgegengenommen,“ so Willsch weiter. Willsch war 1993 in Schlangenbad zum Bürgermeister gewählt worden und bis zum Amtsantritt von Eyring der letzte CDU-Bürgermeister im Schlangenbader Rathaus. Das Amt hatte er inne, bis er 1998 als Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Rheingau-Taunus/Limburg, direkt in den Deutschen Bundestag gewählt wurde.

Der Bundestagsabgeordnete und der Schlangenbader Bürgermeister nahmen das Gespräch zum Anlass, um über zukünftige Projekte in der Gemeinde Schlangenbad zu sprechen. Weit oben auf der Prioritätenliste von Bürgermeister Eyring steht ein flächendeckendes Mobilfunknetz und schnelles Internet. „Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sind gerade hier eng miteinander verzahnt, da das Thema wegen seiner Bedeutung auf allen Ebenen unseres föderalen Staatsaufbaus mit Hochdruck bearbeitet wird. Hier ist eine intensive Abstimmung unabdingbar. Die Versorgung mit schnellem Internet und lückenlosen Mobilfunknetzen ist ein wesentlicher Standortfaktor. Daher gilt es, schleunigst die Versorgungslücken in den Schlangenbader Ortsteilen zu beheben“, erläutert Willsch. Er sagte Marco Eyring zu, sich für eine zügige kommunenscharfe Terminbekanntgabe der für 2019/2020 vorgesehenen Maßnahmen der Telekom im Rheingau-Taunus zu verwenden, damit vor Ort Planungssicherheit einkehrt.

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt von Eyrings Arbeit wird die Stärkung des Ehrenamts als wesentliche Stütze für das soziale und gesellschaftliche Leben sein. „Vielerorts erhalten Ehrenamtliche in Vereinen, Kirchen und Chören das Kulturleben vor Ort aufrecht und ermöglichen so Begegnung und Gemeinschaft. Hier gilt es nicht nur zu danken, sondern auch die Strukturen für bürgerschaftliches Engagement zu verbessern. „Ich bin davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister auch in diesem Bereich wunderbar funktionieren wird“, so Willsch weiter. Die Anregung des jungen Schlangenbader Bürgermeisters, in allen Bereichen der Standardsetzung eine Verschonensregel für kleine Gemeinden und Vereine vorzusehen, nimmt er mit nach Berlin.

Da Klaus-Peter Willsch auch in seiner Funktion als Kreistagsvorsitzender immer für die örtlichen Verantwortlichen ansprechbar ist, blieben natürlich auch die Kreisthemen nicht außen vor. Die Resonanz von Bürgern auf die kürzlich beschlossene Umstellung auf die gelbe Tonne und die Abschaffung des gelben Sackes war bei beiden gleichermaßen geteilt. Willsch erläuterte, dass ein auch für ihn wünschenswertes Nebeneinander beider Systeme erhebliche Unwägbarkeiten hinsichtlich Ausschreibung und Vertragsgestaltung mit sich gebracht hätte.

Die räumlich beengte Situation an der Bärstädter Äskulapschule war ein weiteres Gesprächsthema, das mit den Schulpolitikern im Kreistag vertieft werden soll.

Für die erforderliche Sanierung des Kunstrasensportplatzes in Hausen vor der Höhe fragte Eyring nach Fördermöglichkeiten. Willsch sagte ihm zu, den Kontakt zum Sportdezernenten des Kreises, Hans Rodius, herzustellen.


Bürgermeister Marco Eyring und der Bundestagsabgeordnete und Kreistagsvorsitzende Klaus-Peter Willsch

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