ÖPNV-Schienenprojekt nun im „Vordringlichen Bedarf“ gelistet

Berlin / Obertshausen, 06.11.2018.
Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) hat heute nach
erfolgreicher Prüfung weitere Schienenbauprojekte in die höchste
Kategorie des Bedarfsplans für den Ausbau der Schienenwege
des Bundes eingestuft. Insgesamt wurden 44 Vorhaben, die in
der nachrangigen Kategorie des „Potenziellen Bedarfs“ gelistet
sind, einer gesamtwirtschaftlichen Bewertung unterzogen. Im
Falle eines entsprechend positiven Ergebnisses wurden die
Projekte in die höchste Kategorie des „Vordringlichen Bedarfs“
aufgenommen.

Eines der 44 geprüften Schienenbauvorhaben ist der sogenannte
„Knoten Frankfurt“, der neben anderen Vorhaben im Großraum
der Mainmetropole auch die Nordmainische S-Bahn umfasst. Der
„Knoten Frankfurt“ stellt laut Bewertung des BMVI einen
gesamtwirtschaftlich rentablen Vorschlag für die Auflösung der
Engpässe dar, womit er als Gesamtprojekt nun im Vordringlichen
Bedarf gelistet sein wird. Für das Teilprojekt der Nordmainischen
S-Bahn müssen noch Finanzierungsbeiträge ermittelt werden, die
sich aus dem Nutzen für den Nah- sowie den Fern- und
Güterverkehr ergeben. Unabhängig davon hat die Realisierung
der Nordmainischen S-Bahn mit der Aufnahme des „Knoten
Frankfurt“ in den Vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans aber
eine weitere und entscheidende Hürde genommen.

Der Obertshausener Bundestagsabgeordnete Björn Simon (CDU)
war bei der Projektvorstellung im BMVI vor Ort und begrüßte das
Bewertungsergebnis ausdrücklich. „Als Mitglied des
Verkehrsausschusses habe ich mich schon seit Beginn der
Legislatur mit Nachdruck für die Nordmainische S-Bahn
eingesetzt. Das Vorhaben ist nicht weniger als eines der
wichtigsten Verkehrsprojekte im gesamten Rhein-Main-Gebiet.
Eine bessere Anbindung der Stadt Hanau und des westlichen
Main-Kinzig-Kreises an den Frankfurter Citytunnel und damit an
die Frankfurter Innenstadt ist überaus wichtig und überfällig. Mit
der Aufnahme des „Knoten Frankfurt“ in den Vordringlichen
Bedarf des Bedarfsplans für den Ausbau der Schienenwege des
Bundes wurde nun ein weiterer wichtiger Schritt getan, um das
insbesondere für die zahlreichen Pendler so wichtige Projekt zu
realisieren.“

Auch im Hinblick auf die anderen Teilprojekte im Rahmen des
„Knoten Frankfurt“ sprach Simon von einem wichtigen Signal für
das Rhein-Main-Gebiet. „Vorhaben wie der Fernbahntunnel
Frankfurt und die Erweiterung der Trasse zwischen Frankfurt
(Main-)Stadion und Frankfurt Hauptbahnhof sind notwendig,
damit der Schienenverkehr in der gesamten Region, die zum am
stärksten genutzten Verkehrsknoten im Schienennetz der
Deutschen Bahn gehört, flüssiger fahren kann.“

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