Die Aschaffenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz (CSU) und der Wetterauer Bundestagsabgeordnete Oswin Veith (CDU) haben sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass das Nehemia Christliches Hilfswerk e. V. vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) weiterhin gefördert wird. Ein Mitglied von Nehemia und dem Madagaskar Hilfe Verein e.V. aus dem Wahlkreis Aschaffenburg hatte Andrea Lindholz auf den drohenden Entzug der Bundesförderung für Nehemia aufmerksam gemacht. Nach der erfolgreichen Intervention beim Bundes-entwicklungsminister sprachen die beiden Bundestagsabgeordneten gemeinsam in der Zentrale des Hilfswerks in Nidda mit dem Vorsitzenden Pawel Sturz, seinem Stellvertreter Eduard Schmidt, und dem Leiter der Katastrophenhilfe, Dr. Friedhelm Ernst, über aktuelle Hilfsprojekte und ein neues Vorhaben in Madagaskar.

Nehemia ist seit über 25 Jahren weltweit in rund 60 Ländern in der Katastrophen- und Entwicklungshilfe tätig. Das Hilfswerk leistet zum Beispiel schnelle und unbürokratische Hilfe bei Überschwemmungen, Hurrikans, Erdbeben, Seuchen und Hungersnöten. Darüber führt es zusammen mit örtlichen Partnern und Organisationen Projekte durch, die nachhaltig die Lebenssituation vor Ort verbessern. Dazu gehören unter anderem Waisenhäuser, Schulen, Kliniken, Existenzgründungshilfen, die Wasserversorgung und landwirtschaftliche Projekte. Das BMZ hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl dieser Projekte gefördert und wird dank der Intervention von Lindholz und Veith das Hilfswerk auch zukünftig aus dem Titel Private Träger unterstützen.

Motiviert durch das christliche Gebot der Nächstenliebe helfe Nehemia weltweit notleidenden Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit und Hautfarbe, so Sturz. Im Vordergrund stehe dabei die Hilfe zur Selbsthilfe. Auch lege man Wert auf niedrige Verwaltungskosten und sorge dafür, dass die zur Verfügung gestellten Finanzmittel auch bei den Bedürftigen ankämen und nicht in dunklen Kanälen versickerten.

Besonderes Interesse zeigten die beiden Bundestagsabgeordneten an einem neuen Projekt in Madagaskar, für das Nehemia einen Förderungsantrag beim BMZ gestellt hat. In Madagaskar, einem der ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt, seien viele Menschen unterernährt, hätten keinen Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung, berichteten Sturz und Ernst. Da die Müttersterblichkeit extrem hoch sei, plane Nehemia dort die Einrichtung einer Klinik, um die Geburtshilfesituation zu verbessern und Leben zu retten.

Lindholz und Veith zeigten sich sowohl von diesem als auch anderen aktuellen Projekten des Hilfswerks beeindruckt. Beide sind überzeugt, dass angesichts der anhaltenden Flüchtlingsströme nach Europa größere Anstrengungen notwendig sind, um insbesondere in afrikanischen Ländern die Fluchtursachen, wie Krieg, Umweltkatastrophen, Armut und Perspektivlosigkeit, wirksam zu bekämpfen.

„Wir müssen die Menschen vor Ort unterstützen und ihnen eine Zukunftsperspektive eröffnen, damit sie sich nicht auf den gefährlichen Weg nach Europa machen“, sagte Veith und unterstrich dabei die Bedeutung von nichtstaatlichen Hilfsorganisationen wie Nehemia, die in vielen Krisenregionen auch unter schwierigen Bedingungen nachhaltige Entwicklungsarbeit leisten würden. „Ein wichtiges Ziel ist, in den Krisenregionen dieser Welt insbesondere Kindern und Jugendlichen ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen, ihnen bei der Schul- und Berufsausbildung zu helfen damit sie eine selbständige Existenz aufbauen können und nicht dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen sind“, ergänzte Lindholz.

Sturz bedankte sich bei den beiden Bundestagsabgeordneten für ihre Unterstützung und sagte, er freue sich, dass die Arbeit von Nehemia auch in Zukunft vom Bund gefördert werde.

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