Berlin/Frankfurt, 12.11.2020: Bettina M. Wiesmann MdB: „Politische Bildung modernisieren, Beteiligung von Jugendlichen ausbauen. In Zeiten von Corona: Pandemietaugliche Konzepte für den öffentlichen Raum gemeinsam mit Jugendlichen entwickeln und umsetzen - zB in Jugendbeiräten.“

Gestern stellte die Bundesregierung den 16. Kinder- und Jugendbericht vor. Hierzu die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann (CDU), Mitglied im Familienausschuss und der Kinderkommission des Deutschen Bundestags:

„Das Schwerpunktthema "Politische Bildung" des 16. Kinder- und Jugendberichts wurde gut gewählt. Es wird immer deutlicher, dass die politische Bildung unserer Jugend nicht ausreichend ist, gerade auch angesichts des sichtbaren Interesses vieler junger Menschen, sich politisch zu Wort zu melden und auf Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Sie muss umfassender verstanden und an moderne Kommunikation angepasst werden - dafür macht der Bericht einige gute Vorschläge, z.B. in der schulischen Bildung das Ziel der Medienmündigkeit konsequenter zu verfolgen, der laufenden Ausdünnung der politischen Bildung und der anderen Sachkunde-Fächer Einhalt zu gebieten, die Freiwilligendienste für alle jungen Menschen attraktiv zu machen oder die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auszubauen.“

„Meine Gespräche mit jungen Menschen“, hebt die Jugendpolitikerin hervor, „bestärken mich Immer wieder darin, dass systematische Mitsprache von Kindern und Jugendlichen - in Form von themenbezogenen Mitsprachen, Klassenräten in allen Altersstufen, Befragungen und Ombudspersonen, Feedback- und Evaluierungsprozessen, bis hin zu Jugendparlamenten - notwendig ist, um durch ganz konkrete Erfahrungen Heranwachsende an demokratische Meinungsbildung, Kompromissfindung und Mehrheitsentscheidungen heranzuführen. Deshalb unterstütze ich eine breite Beteiligung junger Menschen und stelle mit Genugtuung fest, dass auch bei der Erarbeitung des vorgelegten Berichts junge Menschen mehrfach einbezogen worden sind.“

Im Hinblick auf Corona fordert Wiesmann, die aktuelle Situation von Jugendlichen spezifisch in den Blick zu nehmen:

„Seit Beginn der Corona-Pandemie haben junge Menschen immer wieder auf gewohnte Orte und Formen der Begegnung verzichten müssen. Die allermeisten akzeptieren ihre Verantwortung in der Pandemie, aber es ist klar, dass gerade Jugendliche Freiräume und Spontaneität im sozialen Leben brauchen, um ihren Platz im Leben und der Gesellschaft zu finden. Es ist an der Zeit, diese Bedürfnisse in den Blick zu nehmen und Lösungen zuzulassen, die Begegnung und Austausch erlauben, ohne die zwingenden Grundregeln der Infektionsvermeidung zu verlassen. Kommunen wären gut beraten, Jugendbeiräte einzurichten, die solche Lösungen erarbeiten, in der Umsetzung begleiten sowie mit der Peergroup laufend rückkoppeln und weiterentwickeln.“

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