Das Bahnbetriebswerk Hanau ist ein wichtiger Bestandteil der Museumslandschaft der Brüder-Grimm-Stadt und über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Das ab 1904 errichtete Bahnbetriebswerk war für die Entwicklung der Stadt Hanau von großer Bedeutung. Mittlerweile nagt der Zahn der Zeit aber an allen Ecken und Enden an der historischen Anlage; zum Erhalt sind dringend Spenden und Fördermittel von Nöten. Im Gespräch mit Dr. Klaus Kröger (Vorsitzender der Stiftung Bahnbetriebswerk Hanau), Martin Hoppe (Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Hanau) und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Museumseisenbahn Hanau, Florian Hahn, informierte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert über die Situation vor Ort.

Zwar ist die Anlage mit zwei Drehscheiben, einem Verwaltungsgebäude und mehreren Lokomotivschuppen noch vollständig erhalten; allerdings ist das Dach des ältesten Schuppens eingestürzt und das historisch wertvolle Mauerwerk ist dauerhaft Wind und Wetter ausgesetzt. Die Mauerkrone muss dringend saniert und die Schäden am Mauerwerk müssen beseitigt werden.

Vor zehn Jahren konnte die Anlage gemeinsam von der Stiftung Bahnbetriebswerk Hanau und dem Verein Museumseisenbahn Hanau erworben werden und ist seitdem als eine der wenigen Einrichtungen dieser Art in Deutschland komplett in Stiftungs- bzw. Vereinshand. Das Bahnbetriebswerk ist Bestandteil der „Route der Industriekultur Rhein-Main“ und steht vollständig unter Denkmalschutz. Mehreren tausend Technikinteressierten werden hier jährlich Einblicke in vergangene Zeiten gewährt.

Der Unterhalt der Anlage erfolgt zum großen Teil durch Einnahmen des Vereins aus Veranstaltungen sowie Fahrten mit einer Dampflokomotive, die den Namen „Stadt Hanau“ trägt. In diesem Jahr konnte der Dampfzug aufgrund der Corona-Pandemie allerdings nur wenige Male auf große Fahrt gehen. Um größere Renovierungsarbeiten finanzieren zu können, ist der Verein auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Katja Leikert zeigte sich vom ehrenamtlichen Engagement der Eisenbahnfreunde beeindruckt. „Es ist beeindruckend, mit wieviel Herzblut, technischem Know-How und Liebe zum Detail Sie sich hier in ihrer Freizeit einbringen. Dafür meinen herzlichen Dank“, so die Bundestagsabgeordnete, die sich aufgrund der auch überregionalen Bedeutung der Anlage auf Bundesebene in Berlin für Fördermittel einsetzen will.

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Dr. Katja Leikert MdB

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