Region bündelt ihre Kräfte für das Mammutprojekt Riederwaldtunnel

Politiker informieren sich auf Initiative von Katja Leikert über Lückenschluss der A66

Wer als Pendler jeden Morgen mit dem Auto aus dem Main-Kinzig-Kreis nach Frankfurt fährt, der kennt diese Situation zu Genüge: Stoßstange an Stoßstange reihen sich die Autos in den Hauptverkehrszeiten in der Frankfurter Borsigallee. Wer hier unterwegs ist, der braucht vor allen Dingen eins: Geduld. Abhilfe soll der Riederwaldtunnel, und damit der langersehnte Lückenschluss zwischen der A66 und der Ostumgehung Frankfurt A661, schaffen. Die vorbereitenden Arbeiten an der Jahrhundertbaustelle haben begonnen; über den aktuellen Stand informierten sich auf Initiative der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert auch die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Bettina Wiesmann, Heiko Kasseckert MdL, Michael Reul MdL, Bodo Pfaff-Greiffenhagen MdL und CDU-Landtagskandidat Max Schad.

Im eigens eingerichteten Infocenter von Hessenmobil, das interessierten Besuchern nach Voranmeldung offensteht, begrüßten Jürgen Semmler, Leiter des Dezernats Bau- und Planung Riederwaldtunnel bei Hessen-Mobil, Dr. Bernhard Külzer in Vertretung des Regionalen Bevollmächtigten Alexander Pilz, Hilmar Heuser, Fachbereichsleiter Planung, sowie weitere an Bau und Planung beteiligte Mitarbeiter von Hessen Mobil die Besucher. Pressesprecher Christian Stegner stellte das Mammutprojekt anhand einer Präsentation vor. Das gesamte Bauwerk ist nach Fertigstellung 2,2 Kilometer lang, 1,1 Kilometer der Strecke verlaufen im Riederwaldtunnel. Das Projekt ist in drei Teilabschnitte unterteilt: das Autobahndreieck Erlenbruch, der Riederwaldtunnel und die Anschlussstelle Borsigallee. Für die Bauzeit sind knapp acht Jahre avisiert; läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten zum Jahresende 2027 abgeschlossen sein.

Die Großbaustelle mitten in der Stadt bringt viele Herausforderungen mit sich, angefangen von der Verkehrsführung in der Bauzeit, über Fragen des Natur- und Umweltschutzes bis hin zum Thema Lärmschutz. Erste Überlegungen für einen Rhein-Main-Schnellweg datierten aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Seitdem wurden viele Pläne erstellt und wieder verworfen; nun endlich soll es ernst werden mit den Ausbauplänen. Hessen Mobil ist sehr bemüht, die Bürgerinnen und Bürger stets auf dem aktuellen Stand zu halten. Alle Informationen finden sich daher online unter www.tunnelriederwald.de. Sehr sehenswert ist ein kurzer Simulationsfilm, der die neue Verkehrsführung aus der Vogelperspektive zeigt.

Mit der neuen Trasse ist die Hoffnung verbunden, dass sich eine Vielzahl von Verkehrsproblemen in der Region entspannt, so ist mit Entlastungseffekten u.a. auch im Bereich der Hanauer Landstraße oder der Landesstraße zwischen Maintal-Dörnigheim und Bad Vilbel zu rechnen. „Der Traum vom staufreien Pendeln – er ist zum Greifen nah“, so Katja Leikert. Nach Aussage der Experten wird der Planfeststellungsbeschluss noch im Jahr 2019 erwartet – wenn es nicht zu Klagen kommt, kann mit dem Bau der Tunnelröhre 2020 begonnen werden. „Wir sind der Auffassung, dass den Planungen eine ausgewogene Güterabwägung zugrunde liegt; auch die Lärmschutzmaßnahmen haben uns Politiker überzeugt. Nun gilt es Tempo aufzunehmen“, so der Tenor. Ganz grundsätzlich müsse das bisherige Planungsverfahren bei Großprojekten dieser Dimension teilweise kritisch hinterfragt werden, betonte der wirtschafts- und verkehrspolitische Sprecher der CDU, Heiko Kasseckert, der bereits mehrfach ein Planungsbeschleunigungsgesetz gefordert hat. Die oft ausufernden juristischen Auseinandersetzungen nehmen viel zu viel Zeit in Anspruch – zu Lasten der Menschen in der Region, die zu Recht eine moderne Infrastrukturpolitik auf der Höhe der Zeit erwarten.

Im Anschluss an das Gespräch verschafften sich die Politiker aus dem Main-Kinzig-Kreis und Frankfurt bei einem Baustellenbesuch einen persönlichen Eindruck und dankten den Mitarbeitern von Hessen Mobil für die ausführlichen Erläuterungen.

Katja Leikert: „Gerade für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis ist der Lückenschluss der A66 zusammen mit dem Bau der Nordmainischen S-Bahn ein bedeutendes, wenn nicht das bedeutendste Infrastrukturprojekt der kommenden Jahre. Die Attraktivität der Region steht und fällt mit dem direkten Anschluss an die Metropolregion Frankfurt. Daher werde ich – ebenso wie meine Kollegen – den Bau des Riederwaldtunnels auch weiterhin unterstützen und vorantreiben. Mein großer Respekt geht an die beteiligten Ingenieure, die dieses komplexe Vorhaben Realität werden lassen.“

Bettina M. Wiesmann ergänzt: „Auch für Frankfurt ist die Fertigstellung des Riederwaldtunnels zum Lückenschluss zwischen A66 und A661 von enormer Bedeutung. Sie muss aber mit dem mittelfristig vorgesehenen sechsspurigen Ausbau der A661 in sinnvoller Weise verknüpft werden. Die Römer-Fraktionen haben sich sämtlich zur großen Lösung einer Einhausung der A661 in der längsten Planvariante (zwischen Galeriebauwerk und AS Friedberger Landstraße) bekannt. Diese würde einen Teil des jetzt vorgeschlagenen Lärmschutzes überflüssig machen. Beide Vorhaben müssen deshalb dringend aufeinander abgestimmt werden, damit alle erreichbaren Ressourcen zur Unterstützung dieser lebenswichtigen Entwicklungsmaßnahme für Stadt und Region mobilisiert werden können. Dass auch in Frankfurt die hierfür notwendigen Beschlüsse rechtzeitig gefasst werden, dafür werde ich mich im Besonderen einsetzen.“

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Ihr Ansprechpartner

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Dr. Katja Leikert MdB

Seit 2013 bin ich Mitglied des Deutschen Bundestages. In meiner ersten Legislaturperiode war ich Mitglied des Gesundheitsausschusses und Berichterstatterin für die Themen Organspende und Telematik. Nach dem erneuten Einzug in den Deutschen Bundestag als direkt gewählte Abgeordnete im Wahlkreis 180 (Hanau) im Jahr 2017 wurde ich zur stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt. In dieser Funktion bin ich federführend für die Themen Europa und Menschenrechte zuständig. Ich bin stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe sowie im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union.

1975 wurde ich in der Pfalz, in Neustadt an der Weinstraße geboren. Nach Stationen im Taunus und in Rheinhessen zog meine Familie 1988 nach Hanau-Großauheim. 1994 habe ich am katholischen Franziskaner Gymnasium in Großkrotzenburg mein Abitur gemacht. Nach dem Abitur habe ich ein Jahr lang als Assistenzlehrerin an der Duke of Yorks Royal Military School in Dover, Großbritannien gearbeitet. Anschließend nahm ich in Frankfurt am Main mein Studium des Diplom-Studiengangs Politikwissenschaft mit Volkswirtschaftslehre, Statistik und Anglistik auf. Während des Studiums habe ich ein Auslandssemester in Oslo, Norwegen absolviert.

Anschließend habe ich an der Technischen Universität als Dozentin im Bereich Internationale Politik gelehrt und hauptsächlich über US-Außen- und Sicherheitspolitik geforscht. 2006 habe ich promoviert. Mit der Geburt meiner ersten Tochter, Hanna, 2007 bin ich mit meinem Mann nach Bruchköbel gezogen. Mir ist es wichtig, meine Eltern und die ganze Familie in der Nähe zu haben. In Hanau kam 2010 unsere zweite Tochter, Luise, auf die Welt.


Mitgliedschaften und Ämter im Bundestag:

Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Zuständigkeitsbereich Europapolitik, Europa-Koordination, Parlamentarische Zusammenarbeit in Europa und Menschenrechte

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