Das Bundeskabinett hat im Oktober den Beschluss „Eckpunkte zur Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten“ gefasst. Der heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Tauber nahm in seiner Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung an der Sitzung im Bundeskanzleramt stellvertretend für Verteidigungsministerin von der Leyen teil.

Tauber, der sich bereits seit vielen Jahren für ein deutsches Einwanderungsgesetz einsetzt, begrüßt die Eckpunkte als wichtigen Rahmen für eine zukünftige Gesetzgebung:

„Ich freue mich, dass wir nun in Deutschland endlich über ein Einwanderungsgesetz sprechen. Das vorgelegte Eckpunktepapier bildet eine wichtige Grundlage für die parlamentarische Diskussion im Deutschen Bundestag. Gleichzeitig gibt es in einigen Bereichen aus meiner Sicht noch Nachbesserungsbedarf.“

Mit Blick auf die Steuerung fordert Tauber die Miteinbeziehung des Faktors „Integrationswilligkeit“ in den Auswahlprozess neben Kriterien wie Bildung, Sprache und Qualifikation. Mit Blick auf die Höhe des Bedarfs an Fachkräfteeinwanderung in Deutschland, braucht es nach Meinung von Tauber zudem eine jährliche Festlegung:

„Gerade vor dem Hintergrund der schon heute bestehenden großen Bedarfsunterschiede zwischen ländlichem Raum und städtischen Ballungsgebieten sollte man der jährlichen Festlegung folgende Kriterien zugrunde legen: Regionale Erfordernisse auf dem Arbeitsmarkt, Mangelberufe, Regionale Demographie, Arbeitslosigkeit, Lehrstellenmarkt sowie die wirtschaftliche Lage.“

Zur gezielten Anwerbung von Fachkräften bedarf es nach Ansicht Taubers eines internationalen Marketingkonzeptes, um über Einwanderung nach Deutschland zu informieren und gezielt zu werben. Tauber plädiert hierbei für die Schaffung von Einwanderungsbüros und die Etablierung von Einwanderungs-Attachés in den Botschaften ausgewählter Länder.

Zu einer gelungenen Integration gehört laut Tauber zudem der Nachzug von Familien der Einwanderer sowie die deutsche Staatsbürgerschaft als lohnendes und erreichbares Ziel.

„Integration funktioniert nicht ohne die Familie. Deshalb muss Einwanderern der Nachzug von Ehepartner und Kindern erleichtert werden. Man darf nicht die gleichen Fehler wie in den Siebzigerjahren machen und die „Gastarbeiter“ auf ihre Arbeitskraft reduzieren. Wenn jemand auf Dauer hier lebt und dazugehört, sollten wir zudem endlich anfangen, diese Menschen als das zu sehen, was sie sind: Nämlich Landsleute.“

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Dr. Peter Tauber MdB

Parlamentarischer Staatssekretär

Dr. Peter Tauber wurde am 22. August 1974 in Frankfurt am Main geboren. Der Sohn von Dr. Manfred Tauber und Heidemarie Tauber, geb. Birch hat zwei Geschwister: Stefanie Tauber und Christopher Tauber.

In seiner Jugend besuchte er von 1981 bis 1985 die Grundschule Mengendamm in Hannover, von 1985 bis 1987 die Orientierungsstufe Lüerstraße in Hannover. Nach der Rückkehr aus dem niedersächsischen Exil in die hessische Heimat seiner Familie folgte 1987 bis 1991 der Besuch der Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach, sein Abitur legte er 1994 am traditionsreichen Grimmelshausen Gymnasium in Gelnhausen ab, welches er seit 1991 besuchte.

Das Studium begann Tauber im Wintersemester 1994/95 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, unterbrach es zwischenzeitlich zum Ableisten des Wehrdienstes, um es zum Sommersemester 1996 wieder aufzunehmen. Im Rahmen des Studiums arbeitete er seit dem Sommersemester 1998 außerdem als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Lothar Gall und im SFB/FK 435 “Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel”.

Im Jahre 2000 folgte der Abschluss des Studiums der “Mittleren und Neueren Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft” mit dem akademischen Grad Magister Artium und mit Auszeichnung.

Peter Tauber diente im 6./PzGrenBtl 152 in Schwarzenborn und im 2./FüUstRgt 40 in Mainz. Während des Studiums und nach dem Einstieg in seinen beruflichen Werdegang blieb er der Bundeswehr als Unteroffizier und Offizier der Reserve treu und leistete über 400 Wehrübungstage. Im November 2011 erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant der Reserve durch den Bundesminister der Verteidigung, Dr. Thomas de Maizière.

Von Mai 2001 bis April 2003 war er hauptamtlicher Landesgeschäftsführer der Jungen Union Hessen. Es folgte von Mai 2003 bis Dezember 2004 eine Tätigkeit als persönlicher Referent der hessischen Kultusministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Karin Wolff.

Tauber unterbrach seine berufliche Laufbahn zum Ende des Jahres 2004, um sich seiner Dissertation bei Prof. Dr. Lothar Gall am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu widmen, die er im Mai 2007 mit „magna cum laude“ abschloss. Während der Promotionsphase war er Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung.

Seit Februar 2007 war Peter Tauber als Pressesprecher der Deutschen Vermögensberatung AG in Frankfurt am Main beruflich tätig. Mit seiner Wahl in den 17. Deutschen Bundestag endete diese Tätigkeit.

Seit März 2008 hat Tauber außerdem einen Lehrauftrag am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, welchen er neben seinem Abgeordnetenmandat ebenfalls ausübt.

Der Historiker beherrscht die Sprachen Englisch und Latein und veröffentlichte über 20 wissenschaftliche und populäre Publikationen zur Regionalgeschichte, Turn- und Sportgeschichte sowie zur Zeitgeschichte.

In seiner Freizeit beschäftigt sich Tauber gerne mit guten Büchern und treibt außerdem sehr gerne Sport. So fährt der Politiker in der freien Zeit gerne Rad, läuft und spielt Fußball. Sein Herz schlägt im Fußball für die Offenbacher Kickers. Eine Leidenschaft, die nicht jeder seiner Freunde teilt. Mit seinem Hang zum guten Essen steht es da zum Glück anders. In der knapp bemessenen Freizeit engagiert er sich im Carneval als aktiver Büttenredner beim Wächtersbacher Carneval-Verein und ist Mitglied in der Reservistenkameradschaft Gelnhausen sowie in über 20 weiteren Vereinen und Verbänden.


Ämter und Funktionen:

Parlamentarischer Staatssekretär der Verteidigung

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