Birgit Reis von Auto Fischer in Okarben im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten

Die Inhaberin der Mazda-Vertretung in Okarben, Birgit Reis, empfing den Wetterauer Bundestagsabgeordneten Oswin Veith im Beisein ihrer beiden Töchter Nathalie und Jasmin, die ebenfalls bei Auto Fischer in der Geschäftsleitung tätig sind, zu einem Informationsgespräch. Veith wurde von mehreren Kommunalpolitikern der CDU Karben begleitet, darunter Stadtverordnetenvorsteherin Ingrid Lenz.

Zunächst sprach Birgit Reis über das seit 50 Jahren bestehende Unternehmen, das sie 2004 von ihrem Vater Günther Fischer übernommen hat sowie über die Entwicklung in der Autobranche allgemein. Auto Fischer ist seit 1983 Mazda-Vertragshändler und kann zufriedenstellende Umsatzzahlen vorweisen, berichtet sie. Die Zusammenarbeit mit den anderen Vertragshändlern im Rhein-Main-Gebiet sei sehr gut.

Trotz laufender Ausbauphasen des Betriebes seien die vorhandenen Räumlichkeiten mittlerweile zu klein und man plane den Umzug auf ein 4600 Quadratmeter großes Gelände in dem nahe gelegenen neu geplanten Gewerbegebiet „In den Speckwiesen“.
Es sei jedoch eine Veränderung auf dem Automobilmarkt, weg von deutschen Produzenten, spürbar, so Reis. Die Vorkommnisse bei einem großen deutschen Autohersteller bezüglich der Abgaswerte und die aktuelle Kampagne über das Dieselfahrverbot verunsichern die Verbraucher und belasten die Autohändler. Die Diskussion über das geplante Verbot führe zu einem massiven Werteverlust und Absatzrückgang von Dieselfahrzeugen. Es gebe keine Planbarkeit mehr für diesen Fahrzeugtyp, in einem Monat seien die Preise um 30 % gefallen. Vor 2 Jahren seien noch 70% aller Neuanmeldungen Dieselfahrzeuge gewesen, heute seien es nur noch 30 %.
Im Juni dieses Jahres hätte ein panikartiger Verkauf von älteren Dieselfahrzeugen begonnen und der Markt von neuen Benzinern sei bei Mazda deutschlandweit ausverkauft gewesen. Die alten Diesel habe sie, so Reis, in den Export gegeben. Im Moment habe sie selbst nur noch ein Fahrzeug dieses Autotyps im Angebot.

Veith teilte die Auffassung von Frau Reis, dass die aktuelle Diskussion nicht nur eine Verunsicherung bei den Verbrauchern schaffe, sondern auch dem deutschen Automobilmarkt schade. Die vorgesehenen Fahrverbote würden zudem die Pendler aus der Wetterau belasten, in manchen Städten des Rhein-Main-Gebietes führe das sogar dazu, dass man nicht mehr mit dem eigenen Fahrzeug sein Haus bzw. Wohnung erreichen könne.

Veith betonte, dass eine Senkung der Schadstoffbelastung in den Städten auch durch ein verbessertes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln und eine durchdachte Verkehrslenkung herbeigeführt werden könne. Auch die Weiterentwicklung von umweltfreundlichen Fahrzeugen aller Art müsse vorangetrieben werden. Ferner ist zu prüfen, ob Frankfurt wirklich alle Maßnahmen ausgeschöpft hat um Fahrverbote zu vermeiden. Da sehe Veith kritisch.

Auf alle Fälle müsse die Politik entsprechend handeln und dafür sorgen, dass die Verbraucher nicht auf den Kosten sitzen bleibe, so Veith abschließend.

Bildunterschrift:
CDU-Bundestagsabgeordneter Oswin Veith zusammen mit der Geschäftsführung des Autohauses Fischer sowie Vertretern der CDU Karben.

Bild: Büro Oswin Veith, MdB

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