Zu einem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, der für das Infrastrukturvorhaben „Aus- und Neubaustrecke Hanau-Würzburg/Fulda“ zuständig ist, kamen die heimischen Abgeordneten Bettina Müller, Dr. Sascha Raabe, Michael Brand und Dr. Peter Tauber sowie der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann am 8. November in Berlin zusammen.

Anlass des gemeinsamen Termins im Deutschen Bundestag waren die Forderungen aus dem Dialogforum, welche die betroffenen Kommunen sowie der Kreis für die Ausbaustrecke Hanau-Gelnhausen und die Neubaustrecke Gelnhausen-Fulda gegenüber der Deutschen Bahn erhoben haben. Insbesondere der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises drängte auf die frühzeitige Klärung der Frage, wie sich der Bund als Geldgeber zu den Forderungen der Region positioniert und welche finanziellen Rahmenbedingungen diesbezüglich bestehen.

Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass die betroffenen Kommunen das Dialogforum jederzeit kritisch, aber konstruktiv mit dem Ziel begleiten, langfristig und nachhaltig die Situation vor Ort zu verbessern und trotz der Trasse Mehrwerte für die Kommunen zu schaffen.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand daher auch die Frage, welche konkreten Finanzierungszusagen seitens des Bundes hinsichtlich Ausgleichsmaßnahmen, Lärmschutz und Barrierefreiheit gemacht werden können. Denn nach Ansicht der hessischen Vertreter kann die Akzeptanz in der Bevölkerung für das Gesamtvorhaben gerade durch Fördermaßnahmen, die über das gesetzlich geforderte Maß hinausgehen, gesteigert werden.

Ferlemann machte deutlich, dass auf Bundesebene zwar die Gründung einer Stiftung für Ausgleichsmaßnahmen aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei, die Kommunen aber in den kommenden Monaten förderwürdige Projekte, die mit dem Infrastrukturvorhaben zumindest mittelbar in Verbindung stehen, entwickeln könnten. So könnten die Kommunen sowohl touristische als auch umweltbezogene Ideen entwickeln und diese in den weiteren Planungsprozess einfließen lassen.

Seitens der Abgeordneten wurde betont, dass es nun Sache der Kommunen sei, gemeinsam konkrete und realisierbare Vorschläge zu erarbeiten. Fest entschlossen zeigten sich Müller, Raabe, Brand und Tauber hinsichtlich der Finanzierung: „Als Abgeordnete können wir den Gemeinden keine Vorschriften bei der Ausgestaltung machen. Aber wir werden die Finanzierung dieser Vorhaben mit aller Kraft unterstützen und den kommunalen Vertretern mit Rat und Tat stets zur Seite stehen.“

Erfreulich sind aus Sicht der heimischen Vertreter auch die Entwicklungen beim Lärmschutz an der Bestandsstrecke. So führten die Vertreter des Verkehrsministeriums aus, dass man zwar grundsätzlich zwischen Lärmschutzmaßnahmen an Neubaustrecken und Bestandsstrecken unterscheiden müsse. Doch seien die Auslösewerte für freiwillige Lärmsanierungsmaßnahmen herabgesetzt worden, so dass nun auf dieser Basis bestehende Lärmschutzeinrichtungen entlang der Bestandsstrecke nachsaniert und der Lärmschutz an der Bestandsstrecke ausgeweitet werde. Einigkeit herrschte darüber, dass solche Maßnahme sinnvollerweise spätestens parallel zum Aus- und Neubau der Bahnstrecke umgesetzt werden sollten. Hier gilt es nun genau zu beobachten, wie stark die Kommunen betroffen sind. „Sowohl von Seiten des Kreises als auch auf Bundesebene werden wir die Kommunen unterstützen, damit ein weitreichender Lärmschutz entlang Ausbau-, Neubau- und Bestandsstrecke gelingt“, so die Gesprächsteilnehmer abschließend.

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Dr. Peter Tauber MdB

Parlamentarischer Staatssekretär

Dr. Peter Tauber wurde am 22. August 1974 in Frankfurt am Main geboren. Der Sohn von Dr. Manfred Tauber und Heidemarie Tauber, geb. Birch hat zwei Geschwister: Stefanie Tauber und Christopher Tauber.

In seiner Jugend besuchte er von 1981 bis 1985 die Grundschule Mengendamm in Hannover, von 1985 bis 1987 die Orientierungsstufe Lüerstraße in Hannover. Nach der Rückkehr aus dem niedersächsischen Exil in die hessische Heimat seiner Familie folgte 1987 bis 1991 der Besuch der Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach, sein Abitur legte er 1994 am traditionsreichen Grimmelshausen Gymnasium in Gelnhausen ab, welches er seit 1991 besuchte.

Das Studium begann Tauber im Wintersemester 1994/95 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, unterbrach es zwischenzeitlich zum Ableisten des Wehrdienstes, um es zum Sommersemester 1996 wieder aufzunehmen. Im Rahmen des Studiums arbeitete er seit dem Sommersemester 1998 außerdem als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Lothar Gall und im SFB/FK 435 “Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel”.

Im Jahre 2000 folgte der Abschluss des Studiums der “Mittleren und Neueren Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft” mit dem akademischen Grad Magister Artium und mit Auszeichnung.

Peter Tauber diente im 6./PzGrenBtl 152 in Schwarzenborn und im 2./FüUstRgt 40 in Mainz. Während des Studiums und nach dem Einstieg in seinen beruflichen Werdegang blieb er der Bundeswehr als Unteroffizier und Offizier der Reserve treu und leistete über 400 Wehrübungstage. Im November 2011 erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant der Reserve durch den Bundesminister der Verteidigung, Dr. Thomas de Maizière.

Von Mai 2001 bis April 2003 war er hauptamtlicher Landesgeschäftsführer der Jungen Union Hessen. Es folgte von Mai 2003 bis Dezember 2004 eine Tätigkeit als persönlicher Referent der hessischen Kultusministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Karin Wolff.

Tauber unterbrach seine berufliche Laufbahn zum Ende des Jahres 2004, um sich seiner Dissertation bei Prof. Dr. Lothar Gall am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu widmen, die er im Mai 2007 mit „magna cum laude“ abschloss. Während der Promotionsphase war er Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung.

Seit Februar 2007 war Peter Tauber als Pressesprecher der Deutschen Vermögensberatung AG in Frankfurt am Main beruflich tätig. Mit seiner Wahl in den 17. Deutschen Bundestag endete diese Tätigkeit.

Seit März 2008 hat Tauber außerdem einen Lehrauftrag am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, welchen er neben seinem Abgeordnetenmandat ebenfalls ausübt.

Der Historiker beherrscht die Sprachen Englisch und Latein und veröffentlichte über 20 wissenschaftliche und populäre Publikationen zur Regionalgeschichte, Turn- und Sportgeschichte sowie zur Zeitgeschichte.

In seiner Freizeit beschäftigt sich Tauber gerne mit guten Büchern und treibt außerdem sehr gerne Sport. So fährt der Politiker in der freien Zeit gerne Rad, läuft und spielt Fußball. Sein Herz schlägt im Fußball für die Offenbacher Kickers. Eine Leidenschaft, die nicht jeder seiner Freunde teilt. Mit seinem Hang zum guten Essen steht es da zum Glück anders. In der knapp bemessenen Freizeit engagiert er sich im Carneval als aktiver Büttenredner beim Wächtersbacher Carneval-Verein und ist Mitglied in der Reservistenkameradschaft Gelnhausen sowie in über 20 weiteren Vereinen und Verbänden.


Ämter und Funktionen:

Parlamentarischer Staatssekretär der Verteidigung

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