Die Bundeswehr im Fokus

Dr. Peter Tauber lud zu „Berliner Abend“ nach Gründau ein

Die Situation der Bundeswehr und die eingeleiteten Trendwenden standen im Mittelpunkt eines „Berliner Abends" zu dem der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Tauber in das Restaurant „Heckers“ nach Gründau eingeladen hatte. Zum ersten Mal berichtete er in seiner neuen Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung vor rund 50 Zuhörern über den Sparkurs der Vergangenheit und die daraus resultierenden Probleme bei Ausstattung, Personal und Materialbeschaffung, aber auch über die neuen Herausforderungen, denen die Truppe sich stellen muss.

Das beginne beim Werben um hochqualifizierte IT-Experten, um Deutschland auch gegen Attacken im virtuellen Raum verteidigen zu können, und reiche bis hin zu der Frage, ob die bisherigen rechtlichen Grundlagen ausreichen, um in einer solchen Krisensituation schnell und schlagkräftig reagieren zu können. Der Parlamentarische Staatssekretär, selbst Reserveoffizier und der Bundeswehr seit seiner Grundwehrzeit Mitte der 90er Jahre eng verbunden, machte deutlich, dass man in den Bereichen Ausstattung und Digitalisierung in Zukunft keine Zugeständnisse mehr machen wolle. Mehr Geld für die Bundeswehr sei daher nicht als „massive Aufrüstung“ zu verstehen, wie von Kritikern oft ins Feld geführt, sondern notwendig, um dringend erforderliche Ersatzanschaffungen endlich in Angriff nehmen zu können.

Tauber skizzierte die sich stetig verändernde weltpolitische Lage seit dem Jahr 1989 und wies auf die globalen Krisenherde so z.B. im Irak und Iran, in Afghanistan, Mali und Syrien, aber auch in der Ost-Ukraine hin. „Die Welt ist seit dem Fall der Mauer nicht übersichtlicher geworden“, sagte er und erinnerte daran, dass weltweit rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Vertreibung seien. Die Auswirkungen habe Deutschland nicht zuletzt im Jahr 2015 im Zuge der Flüchtlingskrise unmittelbar zu spüren bekommen. Die Aussage des ehemaligen Verteidigungsministers Peter Struck „Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch verteidigt“ sei daher nach wie vor aktuell. Gemeinsam mit den europäischen Verbündeten und eingebettet in die NATO gelte es nun gemeinsam Antworten auf die neuen Heraus-forderungen zu finden.

Einen Kritikpunkt, der in jüngsten Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt hatte, ließ Tauber allerdings nicht gelten. Mit klaren Worten machte er deutlich, warum die Diskussion über Kita-Plätze, Teilzeitmodelle und Umstandsmode für schwangere Soldatinnen nicht für Hohn und Spott tauge: „Wie jeder moderne Arbeitgeber hat auch die Bundeswehr eine Fürsorgepflicht. Schließlich erwarten wir, dass diese Frauen und Männer im Ernstfall ihr Leben für uns riskieren. Dieser Einsatz verdient jede Form von Unterstützung.“ Diesen Respekt könne übrigens jeder Bürger Soldaten, Polizisten und Rettungskräften auch im Alltag erweisen: „Sagen Sie das nächste Mal doch einfach mal ‚Danke für Ihren Dienst‘, wenn Sie eine Frau oder einen Mann in Uniform sehen. Sie werden sehen: Die freuen sich.“

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Dr. Peter Tauber MdB

Parlamentarischer Staatssekretär

Dr. Peter Tauber wurde am 22. August 1974 in Frankfurt am Main geboren. Der Sohn von Dr. Manfred Tauber und Heidemarie Tauber, geb. Birch hat zwei Geschwister: Stefanie Tauber und Christopher Tauber.

In seiner Jugend besuchte er von 1981 bis 1985 die Grundschule Mengendamm in Hannover, von 1985 bis 1987 die Orientierungsstufe Lüerstraße in Hannover. Nach der Rückkehr aus dem niedersächsischen Exil in die hessische Heimat seiner Familie folgte 1987 bis 1991 der Besuch der Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach, sein Abitur legte er 1994 am traditionsreichen Grimmelshausen Gymnasium in Gelnhausen ab, welches er seit 1991 besuchte.

Das Studium begann Tauber im Wintersemester 1994/95 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, unterbrach es zwischenzeitlich zum Ableisten des Wehrdienstes, um es zum Sommersemester 1996 wieder aufzunehmen. Im Rahmen des Studiums arbeitete er seit dem Sommersemester 1998 außerdem als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Lothar Gall und im SFB/FK 435 “Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel”.

Im Jahre 2000 folgte der Abschluss des Studiums der “Mittleren und Neueren Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft” mit dem akademischen Grad Magister Artium und mit Auszeichnung.

Peter Tauber diente im 6./PzGrenBtl 152 in Schwarzenborn und im 2./FüUstRgt 40 in Mainz. Während des Studiums und nach dem Einstieg in seinen beruflichen Werdegang blieb er der Bundeswehr als Unteroffizier und Offizier der Reserve treu und leistete über 400 Wehrübungstage. Im November 2011 erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant der Reserve durch den Bundesminister der Verteidigung, Dr. Thomas de Maizière.

Von Mai 2001 bis April 2003 war er hauptamtlicher Landesgeschäftsführer der Jungen Union Hessen. Es folgte von Mai 2003 bis Dezember 2004 eine Tätigkeit als persönlicher Referent der hessischen Kultusministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Karin Wolff.

Tauber unterbrach seine berufliche Laufbahn zum Ende des Jahres 2004, um sich seiner Dissertation bei Prof. Dr. Lothar Gall am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu widmen, die er im Mai 2007 mit „magna cum laude“ abschloss. Während der Promotionsphase war er Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung.

Seit Februar 2007 war Peter Tauber als Pressesprecher der Deutschen Vermögensberatung AG in Frankfurt am Main beruflich tätig. Mit seiner Wahl in den 17. Deutschen Bundestag endete diese Tätigkeit.

Seit März 2008 hat Tauber außerdem einen Lehrauftrag am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, welchen er neben seinem Abgeordnetenmandat ebenfalls ausübt.

Der Historiker beherrscht die Sprachen Englisch und Latein und veröffentlichte über 20 wissenschaftliche und populäre Publikationen zur Regionalgeschichte, Turn- und Sportgeschichte sowie zur Zeitgeschichte.

In seiner Freizeit beschäftigt sich Tauber gerne mit guten Büchern und treibt außerdem sehr gerne Sport. So fährt der Politiker in der freien Zeit gerne Rad, läuft und spielt Fußball. Sein Herz schlägt im Fußball für die Offenbacher Kickers. Eine Leidenschaft, die nicht jeder seiner Freunde teilt. Mit seinem Hang zum guten Essen steht es da zum Glück anders. In der knapp bemessenen Freizeit engagiert er sich im Carneval als aktiver Büttenredner beim Wächtersbacher Carneval-Verein und ist Mitglied in der Reservistenkameradschaft Gelnhausen sowie in über 20 weiteren Vereinen und Verbänden.


Ämter und Funktionen:

Parlamentarischer Staatssekretär der Verteidigung

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